In den Niederlanden wird mit neuen Modellen des Zusammenlebens experimentiert — ohne staatliche Kontrolle und sozialen Druck.

von Rubikons Mutmach-Redaktion

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Nicht nur Viren sind ansteckend — auch gute Ideen, für die sich immer Menschen begeistern können, weil ihre Zeit gekommen ist. Society 4.0, eine Initiative des Rotterdamer Professors Bob de Wit, breitet sich derzeit in den Niederlanden rasant aus. Zentrum des Denkens und Fühlens der Menschen, die sich derzeit anschließen, ist das Prinzip Regionalität. Es bietet praktische Lösungen für viele der Probleme, die uns derzeit umtreiben. Inflation in Folge von nicht mehr funktionierenden globalen Lieferketten? Versuchen wir einfach, Lebensmittelherstellung und Energieerzeugung nach Möglichkeit in kleinen regionalen Einheiten zu organisieren! Das wird Bauern, Bäckern und Verbrauchern helfen, mehr finanzielle Sicherheit und Lebenszufriedenheit zu erreichen. Streit wegen des verschiedenen „Impfstatus“ der Teilnehmer? Fällt praktisch flach. Die Entscheidungsfindung ist basisdemokratisch organisiert, man lebt und lässt leben. Alle Aktivitäten sind umweltschonend. Menschen wird — man möchte es ja kaum glauben — auch ein seelisches Innenleben zugestanden, Einfühlungsvermögen und Selbsterforschung werden bei den Teilnehmern großgeschrieben. Klingt nach einer guten Idee, die auch nach Deutschland rüberschwappen sollte.

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